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Auf diesem Weblog wurden relevante Meldungen, Statements und Meinungen rund um den Erörterungstermin vom 10.-16.12.2013 veröffentlicht.

Unter http://twitter.com/kohleprotest (@kohleprotest) gibt weitere Informationen. Der Hashtag für den Erörterungstermin lautet #EÖTWelzow

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Gutachter verrechnet sich mal 100 Mio Tonnen. Greenpeace: Anhörung entlarvt Pläne von Vattenfall als schlampig und arrogant

Gerald NeubauerHeute endet voraussichtlich die Anhörung zum geplanten Braunkohletagebau Welzow-Süd II. Im Verlauf zeigten sich zahlreiche Ungenauigkeiten seitens der Behörde. Der Gutachter des Brandenburger Wirtschaftsministeriums hatte beim Bedarf der belieferten Kraftwerke 91 Millionen Tonnen Braunkohle zu viel errechnet. Es fehlt ein Vergleich der Qualität des Grundwassers mit und ohne weiteren Tagebau. Die Standortsicherheit des  vom Abrutschen bedrohten Orts Lieske wurde nicht ausreichend untersucht.

Es kommentiert Greenpeace-Energieexperte Gerald Neubauer:

„Die Anhörung hat entlarvt, wie schlampig und ignorant Vattenfalls weiterer Tagebau geplant ist. Da verrechnet sich ein Gutachter um knapp 100 Millionen Tonnen. Zentrale Untersuchungen der Umweltfolgen fehlen einfach. Und bei alledem tut die Behörde noch so, als gäbe es in Deutschland weder Energiewende noch Klimaschutz. Beides aber verträgt sich nicht mit starren und schmutzigen Braunkohlekraftwerken.

Dieser grob fahrlässige Plan ist ein Schlag ins Gesicht für 800 Menschen, deren Häuser für überflüssige Braunkohle abgebaggert werden sollen. Braunkohle ist ein auslaufender Energieträger. Es ist klar, dass sie mittelfristig verschwinden wird. Nur wenn die Planverfahren sofort eingestellt werden, bekommt die Lausitz die nötige Planungssicherheit, um den absehbaren  Strukturwandel in den kommenden 15 Jahren zu bewältigen.“