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50-jährige Greenpeace-Aktivisten sammeln in der Lausitz Unterschriften gegen weitere Tagebaue

Über die Umwelt- und Klimaschäden durch die Ausbeutung von Braunkohle informieren Greenpeace-Aktivisten in der Lausitz. In den kommenden sechs Tagen sammeln die über 50-jährigen Aktivisten vom Team50Plus dabei auch Einwendungen gegen den geplanten Tagebau Welzow-Süd II. Eines der beiden vierköpfigen Teams besucht zwischen dem 29. August und 3. September Dörfer in unmittelbarer Nähe des bestehenden Tagebaus Welzow-Süd. Das zweite Team tourt im gleichen Zeitraum mit einem Infomobil durch die Städte Senftenberg (29.8.), Guben (30.8.), Cottbus (31.8.), Forst (2.9.) und Spremberg (3.9.). „Die Energiewende macht die Braunkohle künftig überflüssig. Deshalb werden schon heute keine weiteren Tagebaue mehr benötigt. Wenn auch die Kinder der heutigen Bergleute noch Arbeit in der Lausitz haben wollen, muss der Strukturwandel jetzt beginnen“, sagt Carlo Tiedeke vom Team50Plus.

Der Energiekonzern Vattenfall plant in der Lausitz fünf weitere Braunkohletagebaue. Alleine für den geplanten Neuaufschluss Welzow-Süd II müssten 800 Menschen umgesiedelt werden. Vattenfall würde bei der Verstromung der hier lagernden Braunkohle mehr als 200 Millionen Tonnen klimaschädlichen Kohlendioxids produzieren. Dabei hat ein Gutachten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) nachgewiesen, dass die Kohle aus Welzow-Süd II nicht nötig ist, um die Energieversorgung zu sichern. „Die Landesregierung muss akzeptieren, dass Braunkohle in Brandenburg keine Zukunft hat und sofort alle Planverfahren für weitere Tagebaue einstellen“, so Carlo Tiedeke.

„Proschim vor dem Bagger retten – jetzt Einwendungen schreiben!“

Aktuell läuft die Einwendungsphase gegen Welzow-Süd II. Noch bis zum 17. September können Bürgerinnen und Bürger die Sammeleinwendung von Greenpeace online unterschreiben (gpurl.de/einwendung). Diese wird die unabhängige Umweltorganisation der zuständigen Behörde öffentlich überreichen. Dadurch soll etwa das Dorf Proschim bei Welzow mit seinen 300 Einwohnern erhalten werden. „Proschim vor dem Bagger retten – jetzt Einwendungen schreiben!“ fordert deshalb das Banner des Greenpeace Infomobils. Der Energiekonzern Vattenfall sammelt derzeit aktiv Unterschrift für weitere Tagebaue. „Deshalb zählt jede Stimme, die Greenpeace dagegen sammeln kann“, so Tiedeke.
Braunkohle ist der schmutzigste aller Energieträger. Braunkohlekraftwerke produzieren etwa drei Mal mehr Kohlendioxid als moderne Gaskraftwerke. Greenpeace fordert einen Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2030 und aus der Kohle insgesamt bis zum Jahr 2040. Zudem müssen die Planungen zu weiteren Kohlekraftwerken und Tagebauen sofort eingestellt werden.

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