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Kohlekritische Radtour macht Stopp bei CCS-Widerständlern in Beeskow: „Meilenstein des Bürgerprotestes in Deutschland“

25 Radfahrer der „Reclaim-Power-Tour“ machten am Montagabend einen Stopp in Buckow bei Beeskow und informierten sich bei der Bürgerinitiative „CO2-Endlager stoppen“ über die den Widerstand gegen die CO2-Verpressung in Ostbrandenburg. Erstmalig starten diesen Sommer zwei große Fahrradkarawanen im Zeichen von Energiekämpfen. Beide Routen firmieren als Reclaim Power Tour und enden gemeinsam im Klimacamp im Rheinland. Die Nordroute startet am 21. Juli 2013 im vom Tagebau bedrohten Lausitz Dorf Proschim: „Wir stoppen an Orten, in denen sich Menschen für dezentrale, ökologische und sozial gerechte Energieversorgung einsetzen, für ökologischen Landbau und nachhaltiges Wirtschaften“, berichtete Teilnehmerin Antje Mensen.

Allianz für Welzow bedauert Parteinahme des olympischen Sportlers Maximilian Levy für neuen Tagebau in der Lausitz

Die Allianz für Welzow hat die Parteinahme des zweifachen Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen in London, Bahnradsportler Maximilian Levy für den Aufschluss des neuen Braunkohletagebaus Welzow-Süd in der Lausitz bedauert.  „Mit dieser Unterschrift in Einwendungsverfahren setzt sich Maximilian Levy für die Enteignung und Zwangsumsiedlung von 810 Menschen aus Proschim, Lindenfeld und Welzow ein“, sagte Sprecher Günter Jurischka der Initiative Dorf-Kohle-Umwelt aus Proschim. Levy, der auch den Energiekonzern Vattenfall zu seinen Sponsoren zählt, wird am Donnerstag, den 25. Juli für den umstrittenen Verein ,,Pro Lausitzer Braunkohle" in Cottbus auftreten und für die Abbaggerung weiterer Landstriche in der Lausitz werben.

Geplanter Tagebau Welzow: SPD-Chef Gabriel spricht sich offen für Enteignung und Zwangsumsiedlung von Lausitzer Bürgern aus

Der SPD-Parteichef Sigmar Gabriel (SPD) hat sich am Montag in Cottbus in eine Unterschriftenliste des umstrittenen Verein „Pro Lausitzer Braunkohle“  eingetragen und damit seine Stimme für den Erhalt der umweltschädlichen Braunkohlenverstromung in der Lausitz abgegeben. Gabriel beteiligte sich damit an einer Sammeleinwendung im Verfahren für den neuen Tagebau Welzow Süd, Teilfeld II eines Vattenfall-nahen Vereins, der sich für eine energiepolitisch unnötige und umweltschädliche Braunkohleverstromung einsetzt.

Fußballklub Energie Cottbus wirbt für Abbagerung von Lausitz-Dörfern – Scharfe Kritik aus der Region

Scharfe Kritik in der von der Abbaggerung bedrohten Region Welzow übt die Proschimer Initiative „Dorf-Kohle-Umwelt“ am  Fußballklub „Energie Cottbus“. Der Verein aus der zweiten Bundesliga tritt derzeit als offizieller Sponsor der Industrielobbyisten „Pro Lausitzer Braunkohle“  auf und unterstützt seit Juni 2013 aktiv eine Kampagne für die Abbaggerung des sorbischen Lausitz-Dorfes Proschim.

Leserbrief zum Aufruf der Industrielobbyisten von "Pro Lausitzer Braunkohle"

Eine Unterschrift für die Schaffung eines zweiten Tagebaues in Welzow-Süd ist gleichbedeutend mit einer Zustimmung für das Ausbluten der Lausitz. Und wieder geht es einen Schritt zurück. Kein Wunder, daß wir dem Klimawandel so Tür und Tor öffnen.  Ich erinnere nur an den vielen Schnee bis Anfang April und den Hagel in Tischtennisballgröße am 20.06.2013 hier bei uns. So etwas wird es nun immer öfter geben.  Ich möchte damit sagen, wir Menschen brauchen diese Erde, die Erde braucht uns aber nicht. Also gehen wir achtsam mit ihr um.

Weltweite Proteste beim Anti-Kohle-Tag: Aktivisten mobilisieren in 52 Städten gegen neuen Tagebau in der Lausitz

Greenpeace-Aktivisten in 52 Städten informieren am morgigen Samstag (29.6.) über gute Gründe für einen Ausstieg aus der Kohleenergie und gegen die geplanten neuen Tagebaue in der Lausitz. Sie beteiligen sich am weltweiten Anti-Kohle-Aktionstag "End the Age of Coal" verschiedener internationaler Umweltorganisationen. Unter dem Bannerspruch "Keine neuen Tagebaue! Energiewende heißt Kohleausstieg" sammeln die Aktivisten Einwendungen gegen die Erweiterung des Braunkohletagebaus Welzow-Süd in der Lausitz. Der Energiekonzern Vattenfall und das Land Brandenburg wollen dort weitere 1900 Hektar Land abbaggern. 800 Menschen würden so ihre Heimat verlieren. Wie gewaltig diese Fläche tatsächlich ist, demonstrieren die Aktivisten mit einer Umrissfolie des beabsichtigten neuen Tagebaus. An Greenpeace-Infoständen wird diese maßstabsgetreu über einen Plan der jeweiligen Stadt gelegt.

Tagebau Welzow: Enteignung trotz laufendem Gerichtsverfahren

Obwohl der BUND Brandenburg die Berufung im Verfahren gegen die wasserrechtliche Genehmigung des Tagebaus Welzow-Süd II beantragt hat, werden laut Zeitungsberichten schon die Enteignungen für den umstrittenen Dichtwandverlauf vorbereitet.

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass das Bergamt jetzt schon mit den Enteignungen beginnt, obwohl das Tagebauverfahren zu Welzow-Süd II angeblich ergebnisoffen geführt wird und die geplante Dichtwand immer noch juristisch umkämpft ist“, so Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer des BUND Brandenburg.

Programmhighlights des 3. Energie- und Klimacamps in der Lausitz

13. bis 21. Juli in Proschim / Prožym am Tagebau Welzow Süd

Das diesjährige Klimacamp steht natürlich unter dem Zeichen des nahenden Braunkohletagebaus im Dorf Proschim. In zahlreichen Veranstaltungen sollen vom 13. bis 21. Juli die Folgen für Mensch und Natur diskutiert werden und auch kulturelle Veranstaltungen fehlen nicht. Besondere Highlights sind das Energiewendefest am Sonntag den 14. Juli und eine Podiumsdiskussion mit dem bekannten Wachstumskritiker Prof. Dr. Niko Paech am 19. Juli um 19.30 Uhr.

Greenpeace: Proschim vor dem Bagger retten!

Quelle: GreenpeaceGegen den neuen Braunkohletagebau Welzow-Süd II protestierten am 20. Juni 40 internationale Greenpeace-Aktivisten in Proschim. Das Dorf soll für den neuen Tagebau abgebaggert werden, gegen diesen Plan begann die Einwendungsphase. Die Bürger von Proschim wehren sich gegen die Zerstörung ihrer Heimat. Dabei produziert das Dorf mehr Ökostrom als es verbraucht.

Gemeinsam mit den Greenpeace-Aktivisten protestierten die Anwohner vor der örtlichen Kirche mit einem Banner, auf dem zu lesen ist: "Proschim vor dem Bagger retten - Jetzt Einwendungen schreiben!". Greenpeace-Aktivisten aus 15 verschiedenen Ländern hielten außerdem Schilder mit der Aufschrift "Proschim soll leben" in ihrer jeweiligen Heimatsprache. Die Aktivisten haben die Schilder zum Zeichen der Solidarität der Ortsvorsteherin Petra Rösch übergeben, die gegen den neuen Tagebau ist.

Beitrag im RBB aktuell

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