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Greenpeace: Proschim vor dem Bagger retten!

Quelle: GreenpeaceGegen den neuen Braunkohletagebau Welzow-Süd II protestierten am 20. Juni 40 internationale Greenpeace-Aktivisten in Proschim. Das Dorf soll für den neuen Tagebau abgebaggert werden, gegen diesen Plan begann die Einwendungsphase. Die Bürger von Proschim wehren sich gegen die Zerstörung ihrer Heimat. Dabei produziert das Dorf mehr Ökostrom als es verbraucht.

Gemeinsam mit den Greenpeace-Aktivisten protestierten die Anwohner vor der örtlichen Kirche mit einem Banner, auf dem zu lesen ist: "Proschim vor dem Bagger retten - Jetzt Einwendungen schreiben!". Greenpeace-Aktivisten aus 15 verschiedenen Ländern hielten außerdem Schilder mit der Aufschrift "Proschim soll leben" in ihrer jeweiligen Heimatsprache. Die Aktivisten haben die Schilder zum Zeichen der Solidarität der Ortsvorsteherin Petra Rösch übergeben, die gegen den neuen Tagebau ist.

Beitrag im RBB aktuell

Interview mit Thomas Burchardt „An einem Plan B für die Lausitz führt nichts vorbei“

Thomas Burchardt, (51) ist Wirtschaftsinformatiker, Sprecher der Klinger Runde und Vertreter der Domowina für die sorbische Minderheit im Braunkohleausschuss. Er will einen demokratischen und fairen Dialog über die Zukunft der Braunkohle in der Lausitz. Egal, wie es ausgeht: Gewinner und Verlierer sollten sich nicht unversöhnlich gegenüberstehen, meint er.

Man gewinnt den Eindruck, dass mit der Debatte um neue Braunkohletagebaue die Spaltung in der Lausitz zwischen Befürwortern und Gegnern wächst. Wie ist die Stimmung dort?

Die Energiewende verunsichert weite Teile der Lausitz. Die einen erleben, dass die Braunkohle kritisiert wird, und die anderen haben die Hoffnung, dass die Braunkohle die Arbeitsplätze sichert. Und diese Polarisierung wird von vielen vorangetrieben. Die Bergbau-Gewerkschaft IG BCE zum Beispiel behauptet, der Widerstand gegen die Braunkohle in der Lausitz wird von Greenpeace bezahlt. Das ist genauso, als würden wir sagen, alle Politiker sind von Vattenfall bezahlt. Das tut dem demokratischen Konsens nicht gut.

Weiterlesen in der PNN

POSITION Faule Ausreden in der Braunkohlepolitik

Unwissenheit schützt nicht vor Unglaubwürdigkeit – auch nicht Die Linke, von René Schuster

Als die Landesspitze der Linken im Jahr 2009 ihre Basis vom Koalitionsvertrag mit der SPD überzeugen wollte, hatte sie es zu Recht vor allem bei der von Matthias Platzeck aufdiktierten Braunkohlenpolitik schwer. Sie löste das Problem mit der Behauptung, in der Legislaturperiode bis 2014 werde ja noch keine Entscheidung über neue Tagebaue fallen.

Inzwischen kann vor der Öffentlichkeit nicht mehr versteckt werden, wie sehr die Regierung versucht, noch vor der nächsten Landtagswahl zum Tagebau Welzow II Tatsachen zu schaffen. Denn die Umsiedlung von 810 Menschen, die Abbaggerung von Teilen Welzows, eine unzumutbare Halbinsellage der Stadt Welzow im Tagebaugebiet, 200 Millionen Tonnen CO2-Emissionen – das alles soll mit den Stimmen auch der linken Minister noch vor der Sommerpause 2014 als Rechtsverordnung festgeschrieben werden.

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